Tinnitustherapie


In den letzten Jahren ist die Zahl der Menschen, die von nicht enden wollenden Geräuschen im Kopf gepeinigt werden, stetig gestiegen. Die Folgen sind häufig Konzentrations- und Schlafstörungen, Nervosität, Ängste und Depressionen.

Neben medizinisch zu diagnostizierenden Ursachen wie z.B. Hörsturz oder Schädigungen des Ohres, ist bei vielen Betroffenen, auch nach intensiver und sorgfältiger medizinischer Diagnostik, kaum eine körperliche Tinnitus-Ursache zu finden, die sich medizinisch erfolgversprechend behandeln lässt.

 

Forschungsberichten zufolge sind psychische Zusammenhänge bezüglich des Tinnitus und seiner Grunderkrankungen von großer Bedeutung. Belastende gedankliche und gefühlsmäßige Beeinflussungen beispielsweise, körperliche und seelische Daueranspannungen und chronische Konflikte können bei der Entwicklung einer Tinnitus-Symptomatik eine große Rolle spielen.

 

Darüber hinaus erleben viele Betroffene die chronischen Ohrgeräusche als so belastend, dass sich seelische Beeinträchtigungen in vielen Fällen auch als Folge von Tinnitus entwickeln.

Viele Menschen nehmen den Tinnitus zum Anlass, sich unter professioneller Anleitung mit ihren psychischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Das „In-sich-hinein-hören“, also das Reflektieren der Gefühls- und Gedankenwelt wird unter Umständen sogar zum Auslöser für ein bewussteres und erfüllteres Leben.


Die Wirksamkeit von Bewältigungsstrategien aus den Bereichen der Gestaltherapie, Hypnosetherapie und EMDR sind inzwischen wissenschaftlich belegt und haben sich als deutlich stabilisierende Therapiemethoden erwiesen, die den Betroffenen den Weg eröffnen, mit dem chronischen Tinnitus zu leben, ihn zu akzeptieren, sich an ihn zu gewöhnen, ihn langfristig möglicherweise ganz zu vergessen und schließlich zu verlieren.